Call Me By Your Name

(enthält Spoiler)

Der Film „Call Me By Your Name“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von André Aciman und beschreibt die Begegnung und sommerliche romantische Beziehung des italienischen Teenagers Elio mit dem amerikanischen Doktoranden Oliver.

Ich hatte vor dem Anschauen gemischte Meinungen darüber gehört und war nicht sicher, ob ich ihn sehen will. Es klang nach… kompliziert und weird und das war es dann auch, allerdings bereue ich es nicht, ihn gesehen zu haben – im Gegenteil.

Den Film habe ich in zwei Abschnitten zu Hause gesehen: als ich noch eine halbe Stunde vor mir hatte, war ich genervt von dem Film und brauchte eine Pause. Das ganze Hin- Weiterlesen

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Still Loving Bi

[English abstract: see below]

Seit den ersten Beiträgen hat sich das Thema Bifeindlichkeit, oft unausgesprochen, auf diesem Blog durchgezogen. Seitdem habe ich viele Gespräche darüber geführt, mit Menschen von Twitter, mit Freundinnen, mit Partnerinnen. Auch nahm ich an einem Workshop von zwei Freundinnen an der Uni Mainz teil, der auf dem Konzept Monosexismus und, wenn ich mich richtig erinnere, zu Teilen auf Shiri Eisners Buch „Notes for a Bisexual Revolution“ beruhte. Von einer der Workshop-Leiterinnen erfuhr ich auch, dass das so oft vorgebrachte Argument für Bifeindlichkeit – nämlich, dass es Weiterlesen

Coming Out Triggers

Mit Coming Out meine ich in diesem Artikel, sich selbst der eigenen sexuellen Orientierung bewusst zu werden.

Die Wissenschaftlerin Lisa M. Diamond, die eine Langzeitstudie über flexible sexuelle Orientierung bei Frauen* durchgeführt hat, erklärt in ihrem Buch „Sexual Fluidity“ (Übersetzung s.u.):

„Across the entire sample, nearly half the women said that their initial sexual questioning was triggered not by straightforward, free-floating experiences of same-sex attraction but by exposure to or contact with lesbian/gay/bisexual ideas or individuals (for example, meeting lesbian/gay/bisexual friends, taking a class that covered sexual-minority issues, or seeing these issues discussed on television or in books) (…).“

Auf Deutsch: „Durch die gesamte Testgruppe hinweg sagte fast die Hälfte der Frauen, dass ihre erste Infragestellung ihrer Sexualität nicht durch direktes, losgelöstes gleichgeschlechtliches Begehren ausgelöst wurde, sondern durch die Berührung oder den Kontakt mit lesbischen/schwulen/bisexuellen Ideen oder Personen (zum Beispiel lesbische/schwule/bisexuelle Freund_innen kennen lernen, einen Kurs über sexuelle Minderheiten belegen oder Diskussionen über diese Themen durch TV oder Bücher mitbekommen) (…).“

In dieser Beschreibung konnte ich mich gut wiedererkennen. Die Rezeption von gay Inhalten in den Medien, Gespräche und Begegnungen mit LGBTQ* Freund_innen und Veranstaltungen waren auch für mich ein Teil von meinem Coming Out-Prozess. Weiterlesen

Ich will auch mal in eine Schublade passen!

[Titel geändert am 13.02.2013]
Auf dem Weg sein heißt auch, auf dem Weg zu meiner sexuellen Orientierung. Manchmal fühle ich mich da sehr… orientierungslos. Eigentlich ist es klar: ich liebe Menschen, ich steh auf Frauen* und manchmal auch auf Männer*, ich finde Leute aller möglichen Geschlechter attraktiv, wenn die Personen mit sich übereinstimmen. Wenn Weiterlesen