Bake Off, Folge 2

Hier geht’s zu Teil 1

Ich hab mich mit Freude der Aufgabe angenommen, noch einmal über The Great British Bake Off zu schreiben – und zwar, nachdem ich die 2. Folge der aktuellen 6. Staffel gesehen hatte.

Vieles ist sich ähnlich, aber ich muss zugeben, dass mich Kekse weit weniger begeistern können als Kuchen. Die meiste Beachtung von der Kamera findet ein aus Lebkuchenteig gebasteltes Feuerwehrauto – na gut. Paul, der Juror, wirkt dieses Mal strenger als in der ersten Folge. Er hat ein kleines Lächeln, wenn er Kritik äußert. Umheimlich.

Es werden heute Kekse gebacken, die in eine Keksverpackung gebettet sind. Eigentlich Weiterlesen

The Great British Bake Off

Seit September studiere ich in England Medien- & Kulturwissenschaften. Klar habe ich in der Zeit auch einige lokale Medien und Programme kennen gelernt. Auf den ersten (na gut, zweiten) Blick fasziniert hat mich jedoch folgendes Programm: The Great British Bake Off, eine Show in jeweils 11 Teilen, von der zur Zeit die 6. Staffel auf BBC One läuft.

Meine 1. (nicht-)Begegnung mit dem Format war am Anfang meines Aufenthalts, als ich erstaunt feststellte, dass die Show offenbar eine ganze Nation bewegt und in den Weiterlesen

Still Loving Bi

[English abstract: see below]

Seit den ersten Beiträgen hat sich das Thema Bifeindlichkeit, oft unausgesprochen, auf diesem Blog durchgezogen. Seitdem habe ich viele Gespräche darüber geführt, mit Menschen von Twitter, mit Freundinnen, mit Partnerinnen. Auch nahm ich an einem Workshop von zwei Freundinnen an der Uni Mainz teil, der auf dem Konzept Monosexismus und, wenn ich mich richtig erinnere, zu Teilen auf Shiri Eisners Buch „Notes for a Bisexual Revolution“ beruhte. Von einer der Workshop-Leiterinnen erfuhr ich auch, dass das so oft vorgebrachte Argument für Bifeindlichkeit – nämlich, dass es Weiterlesen

Zitat

Laurie Penny: „Unspeakable Things“ (2014) – Eine feministische Lese-Empfehlung, die nur aus Zitaten aus dem Buch besteht und damit für sich selbst spricht <3

„This is for the others, as one of the others, as one of those who will never be satisfied with good enough, with free enough, with equality for some. This is for the unspeakable ones, the unnatural ones, the ones who upset people. Who do not do as they are told. Who speak when they shouldn’t and refuse to smile when they are supposed on demand. Who are weird and always want too much. If you’re one of those, or think you might be, this book’s for you.“ (p. 4-5)

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LGBTQ* in Kinder- und Jugendbüchern

Hier ein paar Gedanken zu Büchern, die ich entweder selbst als Kind gelesen habe oder auf die ich bei meiner Recherche für die Bachelorarbeit gestoßen bin. Die Frage war, ob es auf deutsch Kinderbücher gibt, die als queer bezeichnet werden könnten, und wie diese entstehen, Verbreitung finden usw. Im Folgenden geht es nicht so sehr um die Ergebnisse von der Arbeit, sondern mehr um meine Gedanken drumherum und persönlichen Erfahrungen lesbischen, bisexuellen, schwulen oder genderbending Identifikationsfiguren. Ich freue mich über eure eigenen Erinnerungen und Erfahrungen in den Comments! Weiterlesen

Tyrannei vom Lande

[Triggerwarnung: Gewalt gegen Frauen*]

Gedanken zu einem Artikel über ritualisierte Gewalt an Frauen, der als romantisches Gruselmärchen in der „Feiern weltweit“-Rubrik auf Spiegel Online erscheint. Ein Versuch, zu erklären, was deutsche rapeculture sein kann.

Auf Spiegel Online vom 6.12.2013 erschien ein Artikel – eine gekürzte Fassung eines im mare-Magazins erschienenen Texts, den ihr über eine Suchmaschine finden könnt. Es geht um den Brauch auf Borkum, dass an Nikolaus die 6 schnellsten und stärksten jungen Männer hinter Masken versteckt über die Insel rennen und junge Frauen fangen, denen sie dann den Hintern versohlen und sie demütigen. Weiterlesen

Frauen*vor_bilder: Nichts verändert seit 200 Jahren?

Im 19. Jahrhundert gab es Geschenkbücher für Frauen, die Bilder von reichen, für Männer zurechtgehübschten Frauen zeigten – das durfte ich in einem Seminar zu Autorinnen der britischen Romantik herausfinden. Genau das gleiche zeigt auch ein Großteil der Frauen*zeitschriften des 21. Jahrhunderts. Wie die Zeit (nicht) vergeht!

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden eine Menge Geschenkbücher hauptsächlich für Frauen der Mittelklasse produziert. Hauptanreiz, diese Bücher zu kaufen, waren Abbildungen von meist adeligen Frauen, die nicht unbedingt keusch und züchtig dargestellt waren, sondern mit großen Ausschnitten und schmachtenden Blicken auch als physisch begehrenswert porträtiert wurden. Dazu hatte ich in meinem essay einiges zu zu sagen, vom male gaze bis zu widersprüchlichen Erwartungen, aber vor allem eines: Durch diese Bilder wurde die Erwartung an die Leserinnen kommuniziert, für Männer begehrenswert zu sein. Schön anzusehen, Schmuckstück und Besitz sein war eine Eigenschaft, die über alle anderen Eigenschaften geschätzt wurde.
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