Zwitscher-Buchclub – You’re Never Weird on the Internet

Der Zwitscher-Buchclub las das 2015 erschienene Buch „You’re Never Weird on the Internet (Almost)“ von Felicia Day!

Ich wollte auch eine Sonntagsbeschäftigung! <3

Einführendes und eine Zusammenfassung des ersten Zwitscher-Buchs gibt es hier auf Satzsitz.de!

Ich kannte Felicia Day nicht, ironischerweise weil ich nicht geeky genug bin und Felicia Day immer wieder betont, dass sie ein bisschen zu geeky ist. Tja, Ansprüche.

Meine Lese-Notizen zu Teil 1 und 2 (Kapitel 1-8), da ich die erste Diskussionsrunde Weiterlesen

Zitat

Laurie Penny: „Unspeakable Things“ (2014) – Eine feministische Lese-Empfehlung, die nur aus Zitaten aus dem Buch besteht und damit für sich selbst spricht <3

„This is for the others, as one of the others, as one of those who will never be satisfied with good enough, with free enough, with equality for some. This is for the unspeakable ones, the unnatural ones, the ones who upset people. Who do not do as they are told. Who speak when they shouldn’t and refuse to smile when they are supposed on demand. Who are weird and always want too much. If you’re one of those, or think you might be, this book’s for you.“ (p. 4-5)

Weiterlesen

LGBTQ* in Kinder- und Jugendbüchern

Hier ein paar Gedanken zu Büchern, die ich entweder selbst als Kind gelesen habe oder auf die ich bei meiner Recherche für die Bachelorarbeit gestoßen bin. Die Frage war, ob es auf deutsch Kinderbücher gibt, die als queer bezeichnet werden könnten, und wie diese entstehen, Verbreitung finden usw. Im Folgenden geht es nicht so sehr um die Ergebnisse von der Arbeit, sondern mehr um meine Gedanken drumherum und persönlichen Erfahrungen lesbischen, bisexuellen, schwulen oder genderbending Identifikationsfiguren. Ich freue mich über eure eigenen Erinnerungen und Erfahrungen in den Comments! Weiterlesen

Coming Out Triggers

Mit Coming Out meine ich in diesem Artikel, sich selbst der eigenen sexuellen Orientierung bewusst zu werden.

Die Wissenschaftlerin Lisa M. Diamond, die eine Langzeitstudie über flexible sexuelle Orientierung bei Frauen* durchgeführt hat, erklärt in ihrem Buch „Sexual Fluidity“ (Übersetzung s.u.):

„Across the entire sample, nearly half the women said that their initial sexual questioning was triggered not by straightforward, free-floating experiences of same-sex attraction but by exposure to or contact with lesbian/gay/bisexual ideas or individuals (for example, meeting lesbian/gay/bisexual friends, taking a class that covered sexual-minority issues, or seeing these issues discussed on television or in books) (…).“

Auf Deutsch: „Durch die gesamte Testgruppe hinweg sagte fast die Hälfte der Frauen, dass ihre erste Infragestellung ihrer Sexualität nicht durch direktes, losgelöstes gleichgeschlechtliches Begehren ausgelöst wurde, sondern durch die Berührung oder den Kontakt mit lesbischen/schwulen/bisexuellen Ideen oder Personen (zum Beispiel lesbische/schwule/bisexuelle Freund_innen kennen lernen, einen Kurs über sexuelle Minderheiten belegen oder Diskussionen über diese Themen durch TV oder Bücher mitbekommen) (…).“

In dieser Beschreibung konnte ich mich gut wiedererkennen. Die Rezeption von gay Inhalten in den Medien, Gespräche und Begegnungen mit LGBTQ* Freund_innen und Veranstaltungen waren auch für mich ein Teil von meinem Coming Out-Prozess. Weiterlesen

Sexismus entlarven: Der Egalia-Test

Kennt ihr das Gefühl, dass dieses Poster, dieser Kommentar, diese Argumentation sich irgendwie sexistisch anfühlt? Ihr es aber nicht sofort konkret benennen könnt? Euer Bauchgefühl „mieses Patriarchat“ schreit, aber gleich die ganzen „Ist doch nicht so schlimm“-Stimmen dagegen anflüstern? Gerade, wenn mensch anfängt, sich mit Feminismus zu beschäftigen, kann das sehr irritierend sein. Mir hilft in solchen Situationen der von mir so genannte Egalia-Test.

Was ist Egalia? Die Idee stammt aus dem erstmals 1970 erschienenen Roman „Die Töchter Egalias“ von der Norwegerin Gerd Brantenberg. In dem Buch wird eine Gesellschaft beschrieben, in der angebliche Gleichberechtigung herrscht frauscht. Weiterlesen

„Männer, die Frauen hassen“: Über Inhalte von Thrillern

[Triggerwarnung: Gewalt gegen Frauen & Vergewaltigung]

Ich lese gerne Thriller. Die Spannung, die eine stundenlang an das Buch fesselt, mit glühenden Wangen und leuchtenden Augen. Ausgeklügelte Plots, clevere Sprüche, waghalsige Rettungsaktionen, subtile Gefühle – all das macht es für mich zu einer schönen Freizeitbeschäftigung. Ich lese zeitweise gar nicht viel, dafür bleibt mir ein guter Schmöker lange im Kopf. Wenn ich mir jedoch anschaue, was themenmäßig so verarbeitet wird, vergeht mir die Lust am Thrillerlesen. Meine Streifzüge durch Bahnhofsbuchhandlungen und Beschäftigung mit der Buchbranche hinterließen bei mir den Eindruck, dass es nur eine einzige Ausgangshandlung gibt: Eine schöne, junge Frau wurde vergewaltigt, grausam zugerichtet und ermordet. Dies geschieht meist bevor die Handlung des Romans überhaupt beginnt. Weiterlesen