Bake Off, Folge 2

Hier geht’s zu Teil 1

Ich hab mich mit Freude der Aufgabe angenommen, noch einmal über The Great British Bake Off zu schreiben – und zwar, nachdem ich die 2. Folge der aktuellen 6. Staffel gesehen hatte.

Vieles ist sich ähnlich, aber ich muss zugeben, dass mich Kekse weit weniger begeistern können als Kuchen. Die meiste Beachtung von der Kamera findet ein aus Lebkuchenteig gebasteltes Feuerwehrauto – na gut. Paul, der Juror, wirkt dieses Mal strenger als in der ersten Folge. Er hat ein kleines Lächeln, wenn er Kritik äußert. Umheimlich.

Es werden heute Kekse gebacken, die in eine Keksverpackung gebettet sind. Eigentlich eine gute Idee, nur muss man den Deckel kaputt machen, um ihn probieren zu können :( Wo bleibt da die Liebe?

Am Ende der Show muss Marie die Gruppe verlassen, da ihre Kekse am wenigsten überzeugend waren. Sie war letzte Woche ’star baker‘ – ein Beweis für mich, dass nicht nach Beliebtheit bewertet wird und die Fähigkeiten nicht in der Person angelegt sind, sondern von Woche zu Woche variieren können. Dennoch wird im Laufe der Folgen (ja, ich habe mittlerweile auch in ältere Staffeln reingelugt) bemerkt, wer beim Backen welche Eigenschaften an den Tag legt, z. B. regelmäßig besondere Geschmackskombinationen anbietet oder ausgefallene Konzepte präsentiert.

Was mir zudem aufgefallen ist, ist die Aufteilung der Aufgaben im Zelt. Die Kandidat_innen backen und werden auch kurz zu Hause, bei der Arbeit oder ihren Hobbies gezeigt, aber nicht zu aufdringlich. Sie geben nach den Aufgaben eine kurze Einschätzung, wie es gelaufen ist und wie sie sich fühlen. Es fließen auch mal ein paar Tränen, aber auch auf diese wird nicht unnötig lange draufgehalten. Und glücklicherweise werden die Teilnehmenden nie aufeinander gehetzt – in den Kommentaren bleiben sie weitestgehend bei sich und im Zelt haben sie nicht viel Zeit, um auf die Konkurrenz zu achten.

Außer den Teilnehmer_innen gibt es noch die Gruppen „Judges“ und „Moderatorinnen“. Die Moderatorinnen sind jünger als Paul und Mary, und bringen gerne mal zur Auflockerung einen Sprachwitz über die beiden. Diese nehmen es mit Humor und sagen nicht viel – generell sparsam mit Worten, wirken sie umso weiser mit ihrer jahrzentelangen Backerfahrung. Im Gegensatz zu der diversen Gruppe der Hobbybäcker_innen wirken Paul und Mary wie aus einem Bilderbuch der Queen – weiß, silbernes Haar, eher konservativ gekleidet, werden sie während die anderen mit der ‚technical challenge‘ beschäftigt sind beim traditionellen Afternoon Tea gefilmt. Dass traditionelle und moderne Ebenen so selbstverständlich verwoben werden, ist sicher ein Grund für die Beliebtheit der Show.

Zu guter letzt danke an @cuffedCatling für den Tipp, dass es eine Zusatzshow namens „An Extra Slice“ gibt, in der die Comedian Jo Brand mit Publikum und Gästen die letzte Folge rekapituliert. Es funktioniert bis auf ein paar Ausnahmen erstaunlich gut, eine weitere halbe Stunde über Kuchen zu sprechen, ohne ihn als Zuschauer_in probieren und schmecken zu können. Genau richtig für alle, die nicht genug bekommen können.

Hier geht’s weiter zu Teil 3!

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